Zwei neue Projekte zur Fachkräftesicherung 

"Pflegenetzwerk neu gedacht" und "Selbstständigkeit durch Unternehmensnachfolge" gestartet

Im Fachkräftebündnis Südostniedersachsen sind die ersten Projekte in der neuen Förderperiode gestartet. Damit setzen die Teams ihre Arbeit in den Bereichen Fachkräftesicherung in der Pflegebranche und familienexterne Unternehmensnachfolge fort. Sie intensivieren beispielsweise im Projekt "Pflegenetzwerk neu gedacht" die regionale Vernetzung und Kooperation und planen eine Öffentlichkeitskampagne für die Pflegebranche. Im Projekt "Selbstständigkeit durch Unternehmensnachfolge" sollen bei der Suche nach geeigneten Nachfolgeinteressierten verstärkt Frauen angesprochen werden.

Pflegenetzwerk neu gedacht

Die Herausforderungen des Fachkräftebedarfs in der Pflegebranche aktiv angehen – das ist Aufgabe der Projektbeteiligten im Projekt „Pflegenetzwerk neu gedacht“. Über 50 beteiligte Partner aus Kommunen, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Institutionen haben zudem ihre Bedarfe mitgeteilt, aus denen der Projektträger die Projektziele und -Maßnahmen definiert hat. So sollen bestehende Netzwerkstrukturen aus vorangegangenen Projekten weiter ausgebaut sowie die regionale Vernetzung und Kooperation intensiviert werden. Insbesondere die gezieltere Ansprache von Fachkräften und Auszubildenden, die Weiterbildung und Motivation von Mitarbeitenden sowie die Unternehmenskultur sind Schwerpunktthemen für die Netzwerkarbeit. Ebenso soll weiter herausgearbeitet werden, wie sich Pflegeeinrichtungen und Betriebe künftig verstärkt als attraktive Arbeitgeber positionieren. Ziel ist es außerdem, ambulante Pflegedienste zu stärken und eine Öffentlichkeitskampagne für die Pflegebranche in den sozialen Medien durchzuführen. Zum Thema Diversity planen die Verantwortlichen unter anderem eine Workshopreihe. Die beantragte Fördersumme aus ESF- und Landesmitteln beträgt 305.000 Euro. Weitere Informationen auf der Projektwebsite.

Selbstständigkeit durch Unternehmensnachfolge

Nachfolgeinteressierte gewinnen und praxisbezogen unterstützen: Das ist das Ziel des neuen Projekts „Selbstständigkeit durch Unternehmensnachfolge“. Denn mehr als die Hälfte aller kleinen und mittleren Unternehmen benötigt familienexterne Nachfolgelösungen. Dieser Bedarf wird aufgrund des demographischen Wandels zukünftig weiter steigen. Die Projektverantwortlichen unterstützen die Suche nach geeigneten Nachfolgeinteressierten und wollen dafür insbesondere Frauen gewinnen. Außerdem etablieren sie verschiedene Austauschformate für Nachfolgeinteressierte und sensibilisieren Übergabebetriebe, sich frühzeitig mit der Nachfolgeentscheidung auseinanderzusetzen, um rechtzeitig handlungsfähig zu sein. Im Projektverlauf können Interessierte den von der Allianz für die Region GmbH langjährig betreuten Regionalpool Unternehmensnachfolge nutzen. Die beantragte Fördersumme aus ESF- und Landesmitteln beträgt 232.200 Euro. Weitere Informationen auf der Projektwebsite.

 

Zwei weitere Projekte befinden sich derzeit in der Beantragung. Das regionale Fachkräftebündnis Südostniedersachsen hat seit seiner Gründung im Jahr 2015 bereits 32 Fachkräfteprojekte mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Höhe von 2,9 Mio. Euro gefördert. Das Bündnis ist Teil der Fachkräfteinitiative Niedersachsen. Ab dem 1. Juli 2022 stehen im Rahmen der Richtlinie „Unterstützung Regionaler Fachkräftebündnisse“ wieder 1,7 Mio. Euro zur anteiligen Förderung von innovativen Fachkräfteprojekten in der Region zur Verfügung. Weitere Informationen unter https://www.fachkraeftebuendnis-son.de/

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Pressekontakt

Sibille Rosinski
Pressesprecherin
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